FAQs Quantitative Sensorische Testung (QST)

Können statt der Datensätze gesunder Probanden auch Datensätze von Messungen der thorakalen Areale eingereicht werden?
Ja.

Ist eine QST-Zertifizierung auch nur mit Messung eines Areal (z. B. am Rücken) paraspinal möglich, d. h. ohne kontralaterales oder anderes Vergleichsareal?

Ein Datensatz für die QST-Zertifizierung besteht immer aus 2 Arealen. Sofern nur ein Areal ohne kontralaterales oder anderes Vergleichsareal gemessen wurde, ist dies nicht akzeptabel.

Ist eine QST-Re-Zertifizierung auch bei Nachweis von Unterarm-Arealen gesunder Probanden im Seitenvergleich denkbar?

Nein, als Normdaten von gesunden Probanden werden nur Areale akzeptiert, für die Referenzwerte vorliegen, d. h. Hand, Fuß, Rücken oder Gesicht.

Beinhaltet ein „Datensatz“ immer Werte im Seitenvergleich oder reicht es aus, z. B. bei den Händen, nur eine Seite zu untersuchen?

Im Rahmen der QST-Zertifizierung beinhaltet ein Datensatz mindestens ein Areal im Seitenvergleich, d. h. insgesamt mindestens zwei Areale (sowohl bei Patienten als auch bei Gesunden).

Gibt es ein allgemeinverbindliches Formular für die Einverständniserklärung gesunder Probanden?
Nein, jedes Zentrum kann eine eigene Einverständniserklärung für Probanden nutzen.

Muss unser Institut bei Nutzung und Angabe von DFNS-Standardgeräten und –einstellungen noch weitere Informationen einreichen?
Auch bei der Verwendung eines DFNS-Protokolls sind eine Auflistung aller genutzten Geräte, deren Einstellungen (Bsp. Thermotester: Baseline-Temperatur, Grenzwerte etc.) sowie vorgenommene Kalibrierungen für das Zertifizierungsverfahren notwendig.

Reicht es aus, nur anzugeben, dass die Schmerzzeichnung und die sensiblen Befunde z. B. im Deutschen Schmerzfragebogen oder im pain detect dokumentiert werden?
Nein, denn es ist wichtig, auf welcher Schmerzzeichnung die Patientenangaben zum Schmerzareal dokumentiert werden. Das Gleiche gilt für die Dokumentation des klinisch erhobenen sensiblen Befundes, die vor der QST selbst erfolgt. Bitte reichen Sie als Vorlage die Schmerzzeichnung sowie die Zeichnung zur Dokumentation des sensiblen Befundes in Kopie ein.

Gibt es standardisierte DFNS-Befundungsregeln und wenn ja, wo sind diese erhältlich?

Für das QST-Zertifizierungsprocedere gibt es die vom DFNS und Certkom e.V. gemeinsam entwickelten Befundungskriterien, die von der akkreditierten Zertifizierungsgesellschaft painCert GmbH den QST-Laboren zur Verfügung gestellt werden.

Muss es dokumentiert werden, wenn ein Mitarbeiter mehrere Aufgaben übernimmt und sollte dieser – wie auch alle anderen Mitarbeiter – im jeweiligen Bereich aufgeführt sein?
Ja.

Was ist bei einer internen (kollegialen) Supervision zu beachten?

Eine interne (kollegiale) Supervision sollte einmal jährlich durch eine für das Qualitätsmanagement verantwortliche Person durchgeführt werde, die insbesondere die Prozess- und Qualitätsabläufe überprüft.

Bei den Dokumenten gibt es eine Unterscheidung, welche für den Zertifizierungsprozess unabdingbar und welche lediglich unterstützend sind. Welche Dokumente sind für den QST-Zertifizierungsprozess unbedingt notwendig?
Die für den Zertifizierungsprozess QST notwendigen Dokumente befinden sich im Anhang der Zertifizierungskriterien QST.

Wird ein Thermodester des Models MRA Pathway (Medoc) als Nachfolgegerät des empfohlenen TSA 2001-II (Medoc) auch für die Zertifizierung akzeptiert?

Ja.

Wird es akzeptiert, wenn für die Erhebung der Druckschmerzschwelle über Muskeln nur das feiner abgestufte FDN100-Druckalgometer eingesetzt wird (sowohl für Gesichtsareale, als auch für andere Messareale)?
Ja.

Bezüglich der Gerätekalibrierung: Ist ein Bericht von Geräten, die mit einer Selbstkalibrierungsfunktion ausgestattet sind, ausreichend, wenn dieser über die erfolgte Selbstkalibrierung generiert wurde?
Ja.

Muss man die Stimmgabel auch kalibrieren lassen?
Nein.